Buntentor Knights Floorball - "Es war uns eine Ehre, Cedric!" - Interview mit Cedric Strauß Buntentor Knights Floorball - "Es war uns eine Ehre, Cedric!" - Interview mit Cedric Strauß


Cedric Strauß hat ganze 5 Jahre für uns gespielt. In der Saison 2011/2012 war der Defensivspezialist sogar Kapitän des Herrenteams der Buntentor Knights. Am 08.12.2012 hat er sein letztes Spiel im roten Trikot bestritten.Cedric Strauß (Mitte), wie immer konsequent und zweikampfstark. Hier im Deutschen Pokal gegen den SSC Hochdahl (2. Bundesliga) im September 2012Cedric Strauß (Mitte), wie immer konsequent und zweikampfstark. Hier im Deutschen Pokal gegen den SSC Hochdahl (2. Bundesliga) im September 2012

Frage: Hallo Cedric, fünf Jahre hast du nun bei uns gespielt. Was ist der Grund für deinen Abschied?

Cedric Strauß:
Im Oktober 2010 bin Ich nach Oldenburg gezogen. Das heißt, dass ich die letzten 2 Jahre immer zu den Trainingseinheiten und Spielen gependelt bin. Die Zeit habe ich mir dafür gerne genommen, da ich auch ein Teil des „Führungsbereichs“ um Gordon, Christian und dir war und letztenendes den Posten des Kapitäns inne hatte. Doch nach 2 Jahren habe ich angefangen meine Prioritäten neu zu ordnen und habe mich letztlich dazu entschieden, grade im Bereich des Wochenendes, mehr Zeit für Familie, Freunde und Studium haben zu wollen. Da meine Familie nicht in der Neustadt wohnt und Freunde und Studium in Oldenburg stattfinden, blieb letztlich nur der Austritt aus dem Verein, auch wenn mir die Entscheidung nicht leicht fiel.

Frage: Du hast nun viele Jahre bei uns verbracht. Wie kam es eigentlich dazu, dass du 2007 zu den Knights kamst?

Cerdric Strauß:
Mein erster Verein war OT Bremen. Dort spielte ich mit ein paar ehemailigen und noch aktiven Knights zusammen in einem „kleinen“ Kleinfeldteam. Doch uns fehlte der Rückhalt aus der Führungsetage des Vereins und wir bekamen keine Leute aus der Umgebung zusammen, die das Team mal auf eine zweistellige Anzahl aufstocken würden. So beschlossen die Herren geschlossen auszutreten und sich einen neuen Verein zu suchen. An der Suche hatte ich mich, muss ich zu meiner Schande gestehen, nicht beteiligt und so hieß es denn eines Abends sinngemäß: „Hey, Buntentor hat einen Verein. Liegt in der Neustadt. Wollen wir da mal hin?“ So kam im Prinzip eins zum anderen. Wir waren mal beim Training und sind einfach dabei geblieben. Natürlich weil es uns so gut gefiel, versteht sich.

Frage: Was macht die Knights besonders?

Cedric Strauß:
Was uns allen seiner Zeit gefiel und auch heute noch so ist: Es ist ein Familienverein für jedermann. Für junge und „ältere“, die einfach Interesse an der Sportart Floorball haben und trainieren und spielen wollen. Es gibt keinen Druck, jetzt unbedingt alles gewinnen zu müssen und es herrscht einfach immer eine Atmosphäre, die dazu einlud zu bleiben. Ob man nun vorhat irgendwann Bundesliga zu spielen, oder einem das regionale reicht, man ist im Verein geblieben. Man möchte einfach etwas zusammen aufbauen und es weiterführen.

Frage: Dein Abschiedsspiel ging mit 5:7 verloren. Warum hat es in dem Spiel nicht zum Sieg gereicht?

Cedric Strauß:
Ich hatte schon bei unserem Sieg in Mittelkirchen das Gefühl, dass diese Saison der Wille fehlt und dass die Spieler nicht an ihre eigenen Fähigkeiten glauben, sodass schon kleine Rückschläge im Spiel die Moral komplett in sich zusammenfallen lassen. Meiner Meinung nach befindet sich das Team grade im Umbruch, vom Aufbaugegner (der man schon letzte Saison nicht mehr war) zu einem wirklich ernsten Konkurrenten für jedes Team aus der Regionalliga, was auch das Pokalspiel verdeutlicht hat. Der Grundstein dafür wurde letzte Saison gelegt, doch im Moment scheint es nicht vorwärts zu gehen. Man verliert Spiele, obwohl man zurecht sagen kann: Die hätte man auch gut gewinnen können. So auch mein Abschiesspiel. Der Wille zu gewinnen und das aufbäumen hat gefehlt und so verliert man solche Spiele zuhause.

Neben vielen Erfolgen, gab es auch einige Rückschläge - Cedric Strauß am Boden, nach einer Niederlage gegen Ritterhude 2010Neben vielen Erfolgen, gab es auch einige Rückschläge - Cedric Strauß am Boden, nach einer Niederlage gegen Ritterhude 2010Frage: Wenn du auf die letzten Jahre zurückblickst, in denen du viele Höhen und Tiefen mit den Knights durchschritten hast. Welche Dinge hättest du dir gewünscht?

Cedric Strauß:
Schwierig. Was mir spontan in den Sinn kommt, ist die Tatsache, dass ich als Pendler, letzte Saison jedes Pflichtspiel bestritten habe, wir aber nicht immer 2 vollständige Blöcke zusammen bekamen. Und das bei dem Kader. Worauf ich hinaus will ist folgendes: Ich entscheide mich bewusst dafür mich lizensieren zu lassen, sage also nicht, dass ich eigentlich nur ein bischen Floorball beim Training spielen möchte. Was ja vollkommen in Ordnung ist. Aber wenn es dann darum geht, mal nach Mittelkirchen, Sedelsberg oder Lilienthal zu fahren oder einfach nur meinen Samstag oder Sonntag für den Verein umzustrukturienen (natürlich geht das auch nicht immer), ändern sich auf einmal die „Zusagen“ die man am Anfang mal gemacht hat. Das selbe gilt auch für die Trainingsbeteiligung. 
Ich hätte mir gewünscht, dass dem Team mehr Priorität zugeräumt worden wäre, sodass alle an einem Strang ziehen würden, denn nur so kann auch etwas entstehen und nur so kommt es zu positiven Erlebnissen und auch nur so wird es auf Dauer erhalten bleiben.

Frage: Wo stehen die Knights deiner Meinung im Vergleich mit den anderen Teams der Regio Nordwest (GF)?

Cedric Strauß:
Da kann ich mir kaum eine Meinung bilden, da ich mich nie mit anderen Teams auseinandergesetzt habe. Aber man kann sagem, dass die Knights jeden aus der Regio Nordwest schlagen können. Außerdem haben Sie eine starke Jugenabteilung, die hoffentlich weiter ihren Weg gehen wird und die Spieler von dort, den Knights erhalten bleiben. Das verschafft ihnen denke ich einen Vorteil für die Zukunft.

Frage: Was traust du den Knights in den nächsten Jahren zu?

Cedric Strauß:
Wenn man den Weg wiederfindet, den man letzte Saison begonnen hat und bis in Pokalspiel tragen konnte, traue ich den Knights in den nächsten Jahren den Aufstieg in die zweite Liga zu. Das liegt vorweigend an der eben schon angesprochenen starken Jugend. Sehr junge talentierte Spieler, die das Herrenteam auf Dauer verstärken können und die spielerische Qualität so heben können, dass man in der zweiten Liga Fuß fassen kann. Doch dazu ist das nötig, was ich bei der Frage, was ich mir gewünscht hätte, angesprochen habe.
Ansonsten bleibt man nur regional im Herrenbereich vertreten, was ja nicht schlimm ist, doch letzten Endes muss man ja alle im Verein tätigen Herren auf einen Nenner bekommen.

Frage: Was wirst du am meisten vermissen?

Cedric Strauß:
Die Spieler. Auch wenn in den letzten Jahren seit ich da war, immer wieder Spieler den Verein verlassen haben, so blieb doch immer ein Kern an Leuten da, die den Verein zusammen weiterbringen wollten. Das sind diejenigen die ich vermissen werde, denn ich war ein Teil von ihnen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei dir für 5 tolle Jahre! Wir wünsche dir auf deinem weiteren Weg sowohl sportlich, wie beruflich und privat alles Gute!

Das Interview führte Fabian Mieloch